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"Klimaschutz in der Stadt"

Wahlprüfsteine

 

Am 26. Mai wird in Görlitz ein(e) neue(r) OberbürgermeisterIn gewählt.

Uns interessiert natürlich brennend, was die KandidatInnen über den Umwelt- und Naturschutz denken und welche Vorhaben sie umsetzen wollen. Deshalb haben wir sie dazu vor einem Monat befragt.

Wir werden ab jetzt in jeder Woche eine Frage mit allen Antworten in alphabetischer Reihenfolge veröffentlichen. Als Naturschutzverein sind wir überparteilich und neutral, wir sprechen daher keine Wahlempfehlung aus. Die Antworten wurden von uns nicht verändert. Macht Euch selbst ein Bild. In der Woche vor der Wahl veröffentlichen wir an dieser Stelle eine Kurzzusammenfassung aller 8 Wahlprüfsteine und dann hoffen wir, dass Ihr gut informiert wählen gehen könnt.

Viel Spaß beim Lesen. 

 

Hier ist die Nummer 8 zum Thema:
"Klimaschutz in der Stadt"

Als PDF lesen

 

Hintergrund:

Die Stadt Görlitz ist „Europäische Energie- und Klimaschutzkommune” und hat bereits fünfmal in Folge den European Energy Award (EEA) erhalten. Damit ist sie die einzige sächsische Kommune, die alle bisherigen Zertifizierungen seit Einführung des EEA auch erfolgreich absolvieren konnte. Unsere Frage an Sie:

A. Wollen Sie den EEA wieder erhalten, und welche konkreten Maßnahmen zum Klimaschutz wollen Sie in der Stadt Görlitz dazu umsetzen?

 

Die Antworten der OberbürgermeisterkandidatInnen

 

Jana Lübeck, Kandidatin für „Die Linke“:

Wir werden die Zertifizierung auch weiterhin betreiben. Unsere konkreten Maßnahmen sind u.a. die Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes, die Nutzung von E-Bikes und eines strombetriebenen Fuhrparks der Görlitzer Ämter und Eigenbetriebe, Förderung des klimafreundlichen Sanierens und der regenerativen Energiequellen (Solar, Wind) zur Versorgung der Einwohner*innen, die Sensibilisierung der Bürger*innen im Umgang mit Müll und dem Verbrauch von Ressourcen, die Renaturalisierung von nicht genutzten Flächen, einen ressourcenschonenden und rücksichtsvollen Tourismus am Berzdorfer See sowie eine naturnahe und ökologisch unbedenkliche Bootsnutzung auf dem Berzdorfer See.

 

Franziska Schubert, Kandidatin von „Bündnis90/die Grünen“, „Bürger für Görlitz e.V. und dem Netzwerk „Motor Görlitz“ und der SPD:

Wir Görlitzer:innen können stolz sein, in den letzten Jahren diese Auszeichnung erhalten zu haben und deshalb sollten wir auch unter der nächsten Oberbürgermeisterin weiterhin an diesem Titel arbeiten. Klimaschutz ist eine Aufgabe, die alle etwas angeht und eben auch nur mit allen funktioniert. Daher versuchen wir in den kommenden Jahren weiterhin, so klimaneutral wie möglich zu sein. Dafür ist es wichtig, die Nutzung klimaschädlicher Fortbewegungsmittel zu reduzieren und stattdessen Radfahren und öffentliche Nahverkehrsmittel attraktiver zu machen. Dem Ausstoß, den wir dennoch produzieren, versuchen wir mit vielen Grünflächen und neuen Beflanzungskonzepten entgegenzuwirken. Zusätzlich ist es wichtig, mit lokalen Unternehmen und Landwirtschaften im Gespräch zu bleiben und sie von einem möglichst umweltschonenden Wirtschaftskonzept zu überzeugen, gegebenenfalls auch daran zu binden. Es bietet sich außerdem an, Aktionstage und Projekte in der Stadt zu verantstalten, um das Bewusstsein für ein ökologisches Handeln zu schärfen und gemeinsam am Image der Stadt als Vorbild für Klimapolitik zu arbeiten.

 

Octavian Ursu, Kandidat der CDU:

Den Weg der EEA möchte ich weitergehen und die entsprechenden Zertifizierungen erneut durchführen lassen.

 

Sebastian Wippel, Kandidat der AFD:

Unsere Positionen zu Fragen des Umweltschutzes, entnehmen Sie bitte unserem Kreisprogramm unter www.afdgoerlitz.de Hier finden Sie einen extra Abschnitt zu dem Thema. Des weiteren stehe ich auf dem Standpunkt, dass wir in unserer Stadt durchaus erhaltenswerte Flächen haben, die der Erholung dienen z.B. am Caroluskrankenhaus hinter der Christuskirche. Fragen des Stadtklimas, sollten bei der Bauplanung öffentlicher Gebäude mitgeprüft werden. Der Naturschutztierpark, soll weiter unterstützt werden und das Umweltbewusstsein unserer Kinder geprägt werden. Das gleiche Ziel soll die frühe schulische Bildung haben. Z.B. wenn im Rahmen von Projekttagen auch die Sauberkeit der näheren Umgebung geprüft und verbessert wird. Fragen der Flächenentsieglung im Ausgleich für Baumaßnahmen, sollten vom Freistaat unterstützt werden. Dem Grundsatz nach, sollte die nähere Umgebung der Stadt vorrangig der Erholung dienen können und die Stadt selber als verdichteter Raum Leben und Wirtschaften ermöglichen.

 

Die Antwort von Momo Riedmüller wollen wir Ihnen nicht vorenthalten, auch wenn sich nicht genug Unterstützerstimmen für seine Kandidatur gefunden haben:

Momo Riedmüller, Kandidat von „Die PARTEI“:

Ja. Ich denke, wenn wir nur die Hälfte dessen umsetzen, was ich in den bisherigen Wahlprfüsteinen erläutert habe, sollten wir den Preis ohne Probleme erneut erhalten.

 

Kontakt

E-Mail: bund(dot)goerlitz(at)bund(dot)net
Internet: www.gesunde-zukunft.eu/goerlitz
Facebook: www.facebook.com/BUNDOrtsgruppeGoerlitz/ 
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